Wurzelbehandlung

"Endodontie"

Stellen Sie sich einmal vor, das Folgende sei Ihr Zahn. Ringsrum steht er im Knochen, das was rausschaut ist die Zahnkrone und innen drin ist das, was man gemeinhin als Nerv im Zahn bezeichnet. Dieser Nerv besteht aus allem, was wir sonst im Körper auch so haben: Bindegewebe, Blutgefäße, Lymphe und Nerven.

Wenn sich der Zahn entzündet, schwillt dieses Gewebe an – so wie alles andere Körpergewebe auch, wenn es sich entzündet – nur kann dieses Gewebe sich beim Anschwellen nicht ausdehnen, weil drumherum harter Zahn ist…

Also steigt im Zahn der Druck an. Das tut meistens weh und bewirkt leider auch, daß der Zahn auf Dauer zu wenig durchblutet wird. Zu wenig durchblutetes Gewebe stirbt irgendwann ab. Wenn das im Zahn passiert, entsteht plötzlich ein Hohlraum im Körper, der vom Immunsystem nicht kontrolliert werden kann, bei 37 Grad bebrütet wird, dunkel ist und Sauerstoff-frei: Perfekte Bedingungen für schädliche Bakterien…

Die finden einen Weg in den Zahn, vermehren sich und besiedeln nach und nach das ganze verzweigte Gängesystem des Zahnes. Die giftigen Ausscheidungen der Bakterien und die toten Gewebetrümmer aus dem Zahn sorgen für eine Entzündung des Kieferknochens um die Wurzelspitze herum. Mit alldem muß Ihr Immunsystem klarkommen. Je nach eigener Abwehrlage entwickelt sich eine schmerzhafte Schwellung (akute Entzündung) oder ein schmerzfreies Gleichgewicht (chronische Entzündung). Beides ist gesundheitsschädlich.

Die Entzündung ist demnach eine Reaktion auf die bösen Jungs aus dem Zahn. Der Plan ist, die Entzündung zum Ausheilen zu bringen. Dafür müssen also konsequenterweise die Bakterien aus dem Zahn heraus – und zwar möglichst alle – und hinterher müssen die Hohlräume im Zahn dicht verschlossen werden – und zwar möglichst komplett. Klingt gut, ist allerdings so einfach technisch nicht umzusetzen. Das, was da behandelt werden soll ist sehr klein, meist weit hinten im Mund, stockfinster und bei jedem Menschen und jedem Zahn unterschiedlich.

Die Lösung heißt: Licht (und zwar viel davon), Vergrößerung (am besten ein Mikroskop), Zeit, Geduld und Übung. Damit steigt die Erfolgsprognose einer solchen Behandlung von 40% (Bundesdurchschnitt!) auf 85-98% (je nach Studie). Den Erfolg unserer Behandlungsart bestätigen uns übrigens auch die mit uns zusammenarbeitenden Heilpraktiker und Naturheilkundler. Die meisten der von uns wurzelbehandelten Zähne testen hinterher nicht mehr als Störfeld! Das macht doch zuversichtlich!

Wenn Sie bis hier gelesen haben, scheint bei Ihnen eine solche Behandlung anzustehen. Eine gut gemachte Wurzelbehandlung ist in aller Regel sehr entspannt für alle Beteiligten. Sie ist ruhig, leise und schmerzfrei – während und nach der Behandlung. Viele sind uns schon dabei eingeschlafen. Mit warmem Nackenkissen, einer Decke auf den Beinen.